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Die passende Behandlung – So individuell wie Ihre Diagnose

Durch die Interdisziplinarität unseres Teams und unsere gemeinsame Vision haben wir es uns zum Ziel gesetzt, neue Wege zu gehen: Wir entwickeln Therapiekonzepte, bei denen die Patientin oder der Patient im Mittelpunkt steht. Dabei liegt der Fokus auf zielgerichtete Therapien, personalisierte Onkologie und Präzisionsmedizin – jederzeit auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Technologien.

In unserem Team haben wir erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf die Diagnostik und die Behandlung sämtlicher Tumorerkrankungen spezialisiert sind.

Teil des Teams sind unsere Ärztinnen und Ärzte aus den Bereichen Humangenetik, Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie, Gastroenterologie, Palliativmedizin und Psychoonkologie. Weiter sind Ärztinnen und Ärzte der Kinder- und Jugendmedizin, Radiologie, Pathologie und Neuropathologie an unseren interdisziplinären Fallkonferenzen beteiligt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Bereichen Biologie, Genetik, Immunologie und Bioinformatik ergänzen das interdisziplinäre Team der Fallkonferenzen. An der Behandlung sind spezialisierte, medizinische Fachangestellte und Pflegekräfte beteiligt.

Wir bieten nachfolgende Therapien ambulant an:

Chemotherapie (auch mittels tragbarer Pumpensystemen)

Die Chemotherapie ist eine medikamentöse Behandlung einer Krebserkrankung. Krebszellen werden mithilfe von Wirkstoffen – den sogenannten Zytostatika – daran gehindert, sich zu vermehren und sich auszubreiten. Die Medikamente zur Chemotherapie können in Tablettenform gegeben werden, als Spritze oder auch als Infusion. Längerdauernde Chemotherapien können zudem als Dauerinfusionen mittels tragbarer, kleiner Pumpensysteme mit nach Hause genommen werden.

Fast alle Zellen können sich durch die sogenannte Zellteilung (Mitose) vermehren. Dabei verdoppelt sich die Erbinformation (DNA) im Zellkern und aus einer Zelle werden zwei Zellen. Dies ist ein wichtiger Prozess im Körper, da so neue Zellen entstehen, die zum Beispiel alte Zellen ersetzen. Bei gesunden Zellen unterliegt dieser Prozess vielen Kontrollmechanismen. Tumorzellen hingegen teilen sich unkontrolliert, wodurch sie gesundes Gewebe verdrängen und sich im Körper ausbreiten. Zytostatika nutzen diesen wichtigen Unterschied des Ausfallens der „Wachstumsbremse“ in Tumorzellen und greifen in den Stoffwechsel oder das Erbmaterial von sich oft teilenden Zellen (Tumorzellen) ein und stören ihre Vervielfältigung. Schlägt die Therapie an, sterben die schnell wachsenden Tumorzellen ab.
Die Chemotherapie richtet sich immer nach der jeweiligen Tumorart. Dabei ist der Ort, an dem sich der Tumor befindet, genauso bedeutend wie das Gewebe, aus dem er entstanden ist.
Eine Chemotherapie kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten während einer Tumorbehandlung zum Einsatz kommen. Die Chemo-Arten unterscheiden sich beispielsweise darin,

  • wo sie im Körper wirken (systemisch oder lokal),
  • ob ein Wirkstoff (Monotherapie) oder mehrere Wirkstoffe (Kombinationstherapie) eingesetzt werden,
  • ob sie vor einer Operation, die den Tumor beseitigen oder verkleinern soll (neoadjuvant), oder danach (adjuvant) eingesetzt werden und
  • ob sie die Erkrankung heilen (kurativ) oder vor allem Beschwerden mildern und das Fortschreiten der Erkrankung hinauszögern oder vorübergehend stoppen sollen (palliativ).
Das Zentrum für ambulante Onkologie, Tübingen bietet Chemotherapie, auch mittels tragbarer Pumpensystemen, an.

Antikörpertherapie

Die Antikörpertherapie am Zentrum für ambulante Onkologie baut auf körpereigenen Antikörpern auf, die als Teil der Immunabwehr Eiweißstoffe (Antigene) auf Krankheitserregern, Zellen und Fremdstoffen erkennen und diese bekämpfen.

Bei der Antikörpertherapie handelt es sich um die Gabe zielgerichteter Medikamente, die die Wirkung von Botenstoffen oder typische Stoffwechselvorgänge in Tumorzellen blockieren, die für das Krebswachstum sorgen. Die Antikörpertherapie baut auf körpereigenen Antikörpern auf, die als Teil der Immunabwehr Eiweißstoffe (Antigene) auf Krankheitserregern, Zellen und Fremdstoffen erkennen und diese – falls sie als für den Körper schädlich eingestuft werden – bekämpfen. Antikörper können auch Tumorzellen identifizieren und bekämpfen. Monoklonale Antikörper sind künstlich hergestellte Antikörper, die Antigene erkennen und eine Immunreaktion gegen potenziell gefährliche Zellen einleiten können.

Immunglobulin-Therapie

Normalerweise befinden sich IgG-Antikörper im Blut und bekämpfen dort krankheitserregende Bakterien, Viren und Pilze. Bei einer Krebserkrankung kommt es jedoch zu einem Antikörpermangel und damit zu einem geschwächten Immunsystem. Daher besteht die Gefahr, dass schon kleine Infektionen lebensgefährlich werden können. Ziel der Ig-Therapie ist deshalb, dafür zu sorgen, dass sich genügend Antikörper im Blut befinden, um so das Immunsystem von Krebspatientinnen und Krebspatienten zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern.

Die Immunglobulin Therapie am Zentrum für ambulante Onkologie, Tübingen sorgt dafür, dass sich genügend Antikörper im Blut befinden und stärkt so das Immunsystem von Krebspatienten.

Immuntherapie mit Zytokinen

In der Krebstherapie am Zentrum für ambulante Onkologie, Tübingen werden künstlich hergestellte Zytokine, wie Interferone und Interleukine, eingesetzt, um die Zellteilung der Tumorzellen zu hemmen oder bestimmte Immunzellen zu aktivieren.

Unser Körper produziert viele verschiedene Signalstoffe, die die Immunreaktion steuern. Sogenannte Zytokine sind Signalstoffe, die z.B. bei Kontakt mit einem krankmachenden Bakterium die Aktivität des Immunsystems anregen und so beispielsweise Angriffszellen (Granulozyten) an die richtige Stelle leiten. In ähnlicher Weise wirken Zytokine, wenn Schäden an Körperzellen oder Krebszellen entdeckt werden. In der Krebstherapie können künstlich hergestellte Zytokine, wie Interferone und Interleukine, eingesetzt werden, um die Zellteilung von Tumorzellen zu hemmen oder bestimmte Immunzellen zu aktivieren. Meistens werden Interferone und Interleukine in Kombination mit anderen Medikamenten verabreicht.

Parenterale und enterale Ernährung und Ernährungsberatung

Während oder nach einer Krebstherapie kann es passieren, dass eine selbstständige Nahrungsaufnahme nicht mehr vollständig realisiert werden kann. Die künstliche Ernährung ist daher für den weiteren Krankheitsverlauf eine wichtige, mitunter lebenserhaltende Maßnahme. Experten unterscheiden zwei Arten der künstlichen Ernährung: die enterale Ernährung und die parenterale Ernährung. Bei der enteralen Ernährung erfolgt die Ernährung unter Nutzung des Darmes. Bei der parenteralen Ernährung wird die Versorgung mit Nährstoffen über einen venösen Zugang gewährleistet. Um eine Mangelernährung zu umgehen, unterstützen wir Sie und erstellen eine Ernährungstherapie nach Ihren Bedürfnissen.

Das Zentrum für ambulante Onkologie, Tübingen bietet parenterale und enterale Ernährung und Ernährungsberatung zur Vermeidung einer Mangelernährung im Rahmen der Krebstherapie an.

Schmerztherapie

Das Zentrum für ambulante Onkologie Tübingen arbeitet eng mit Schmerztherapeutinnen und Schmerztherapeuten zusammen um die im Verlauf einer Krebserkrankung auftretenden Schmerzen zu minimieren.

Im Verlauf einer Tumorerkrankung treten häufig Schmerzen auf, die in verschiedenen Behandlungssituationen für die Patientinnen und Patienten starke Belastungen darstellen und die Lebensqualität beeinträchtigten. Die Behandlung und Kontrolle dieser Schmerzen benötigt eine ausreichende Diagnostik sowie eine komplexe Herangehensweise. Zusammen mit Schmerztherapeutinnen und Schmerztherapeuten möchten wir auch in dieser Situation an Ihrer Seite stehen. Mit den heutigen Möglichkeiten der Schmerztherapie können die Schmerzen meistens beseitigt oder stark gelindert werden.

Betreuung und Beratung in Zusammenarbeit mit einem häuslichen Pflegedienst sowie dem jeweiligen Hausarzt

Krebspatientinnen und -patienten während einer kurativen oder palliativen Tumortherapie in den Therapiepausen zu Hause zu begleiten oder zu beraten, ist Teil unserer Arbeit. Zusammen mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt und einem häuslichen Pflegedienst möchten wir Ihnen und Ihren Angehörigen die bestmögliche Unterstützung anbieten. Zu den Aufgaben der häuslichen Betreuung und Pflege gehören u.a. die Symptomkontrolle und die Durchführung der Schmerztherapie.

Das Zentrum für ambulante Onkologie, Tübingen arbeitet eng mit häuslichen Pflegediensten und Hausärzten zusammen.

Palliativmedizinische Versorgung

Ziel der palliativmedizinischen Versorgung am Zentrum für ambulante Onkologie ist die weitestgehende Erhaltung Ihrer Lebensqualität und Selbstbestimmung.

Trotz der enorm fortschreitenden Entwicklungen in der Krebsforschung in den letzten Jahrzehnten, können nicht alle Patientinnen und Patienten von ihrer Erkrankung geheilt werden. Bei einem weit fortgeschrittenen Tumorleiden mit erheblichen Beschwerden kommt die Palliativmedizin zum Einsatz. Ziel der Palliativmedizin ist es, durch eine ganzheitlichen Betreuung, Ihre Lebensqualität und Selbstbestimmung weitestgehend zu erhalten und Ihnen sowie Ihren Angehörigen einen Weg des Vertrauens und der Zuversicht in dieser besonderen Situation zu ermöglichen.

Impfungen

Für unsere Patientinnen und Patienten bieten wir individuell bestimmte Impfungen an. Diese können insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit einer Schwäche des Immunsystems, bei fehlender Milz oder vor einer geplanten Entfernung der Milz wichtig und sinnvoll sein.

Dazu zählen die aktuellen und saisonalen Impfungen gegen das Coronavirus (SARS-CoV2 und Grippe (Influenza)). Auch können vorbeugende Impfungen gegen Gürtelrose wichtig und sinnvoll sein.

Im Rahmen der Tumortherapie werden Ihnen am Zentrum für ambulante Onkologie verschiedene individuell auf Sie abgestimmte Impfungen angeboten. Dazu zählen die aktuellen und saisonalen Impfungen gegen das Coronavirus (SARS-CoV2 und Grippe (Influenza)), sowie vorbeugende Impfungen gegen Gürtelrose.

Transfusion von Blut und Blutbestandteilen

Die Transfusion von Blut und Blutbestandteilen unterstützt die Krebstherapie am Zentrum für ambulante Onkologie, Tübingen.

Die Therapie mit Blutprodukten ist eine wichtige supportive Maßnahme bei der Behandlung onkologischer Erkrankungen. Wir führen ambulante Bluttransfusionen von Blutbestandteilen wie rote Blutkörperchen (Erythrozyten) oder Blutplättchen (Thrombozyten) durch, um Ihre Lebensqualität zu verbessern. Eine ambulante Transfusion von Blutprodukten bedeutet, dass Sie tagsüber für einige Stunden in unserem Zentrum behandelt werden und danach den restlichen Tag in Ihrer gewohnten Umgebung verbringen können. In unseren ansprechenden Räumlichkeiten und durch unser empathisches Team sorgen wir dafür, Ihnen die Zeit der ambulanten Therapie so kurz und angenehm wie möglich zu gestalten.

Teilnahme an nationalen und internationalen Therapiestudien

Die Forschung von Tumorerkrankungen mit unseren eigenen Erkenntnissen voranzutreiben, ist neben der Betreuung und Begleitung von Tumorpatientinnen und -patienten ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Dies trägt zum Wissensfortschritt in der Medizin bei und ermöglicht uns Ihnen, über das derzeit in Deutschland verfügbare Angebot einer modernen medikamentösen Tumortherapie hinaus, neue, auf dem regulären Markt noch nicht verfügbare Therapieansätze anzubieten.

Im Rahmen der Tumortherapie am Zentrum für ambulante Onkologie können Sie an nationalen und internationalen Therapiestunden teilnehmen.

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